
Echo – Ausstellung mit Arbeiten von Fred Feuerstein (1946–2024) und aus dem Atelier Molemol der Lebenshilfe Speyer Schifferstadt
Vom 18. Juni bis 26. Juli 2026 ist im „Maxi 99“, dem Ausstellungsraum der Stadt Speyer in der Maximilianstraße 99, die inklusive Ausstellung „Echo“ zu sehen. Gezeigt werden ausgewählte Originalarbeiten des Künstlers Fred Feuerstein (1946–2024) sowie künstlerische „Echos“ aus dem Atelier Molemol der Lebenshilfe Speyer Schifferstadt. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung zum Gedenken an den Speyerer Künstler ist ein gemeinsames Projekt von Ute Wolf und Dr. Karin Bury, die das inklusive Format initiiert haben. Ute Wolf, Naturwissenschaftlerin und Museumspädagogin, arbeitete über viele Jahre eng mit Fred Feuerstein zusammen. Gemeinsam mit der Forschungswerkstatt Natur‑Kunst‑Technik e.V. realisierte sie mehrere interdisziplinäre Projekte und begleitete den Künstler in seinen letzten Lebensjahren organisatorisch bei Ausstellungen.
Dr. Karin Bury, Malerin und Kunsthistorikerin, leitet seit 2010 den Kreativbereich der Lebenshilfe Speyer‑Schifferstadt. Aus den offenen Malgruppen entwickelte sie das Atelier Molemol, ein Förderangebot für besonders begabte erwachsene Kunstschaffende mit Behinderung. Für die Gedenkausstellung „Echo“ setzten sich neun Künstler*innen des Ateliers intensiv mit Feuersteins Werken auseinander. Die Familie Feuerstein ermöglichte ihnen Einblicke in sein Atelier und seine Arbeitsweise.
Erstmals werden Originale Feuersteins und die darauf basierenden künstlerischen Antworten, die „Echos“, in einer gemeinsamen inklusiven Schau präsentiert.
Eröffnung der Gedenkausstellung
Die Vernissage findet am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 18:30 Uhr in der Maxi 99 statt.
Prof. Dr. Alexander Schubert, Bürgermeister der Stadt Speyer, wird die Ausstellung eröffnen. Ute Wolf, Vorsitzende des Vereins Forschungswerkstatt Natur Kunst Technik e.V., spricht die Einführung und Atelier-Leiterin Dr. Karin Bury übernimmt die Laudatio. Die Vernissage wird musikalisch umrahmt von der inklusiven Formation „21 Plus und Freunde“. Die Band besteht seit 10 Jahren aus Musiker*innen mit und ohne Beeinträchtigung und tritt in der Region rund um Speyer auf.
Die Echos der Molemols können käuflich erworben werden.
Die Ausstellung wird freundlich unterstützt u. a. von der Stadt Speyer, der Dr. Carl A. Reichling-Stiftung innerhalb der Kulturstiftung Speyer, der Josef A. Geyer-Stiftung, dem Backhaus Berzel.
Alle Daten im Überblick:
Vernissage: Donnerstag, 18. Juni 2026, 18:30 Uhr
Ausstellungsort: „Maxi 99“ , Ausstellungsraum der Stadt Speyer, Maximilianstraße 99, Erdgeschoss, 67346 Speyer
Öffnungszeiten (Ausstellung): 18. Juni – 26. Juli 2026, Freitag bis Sonntag, 11 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung (Ansprechpartnerin: Ute Wolf, Telefon: 0176 92615097)
Eintritt frei
Die „Maxi 99“ hat einen barrierefreien Nebeneingang mit Rampe. Toiletten befinden sich im Kulturhof Flachsgasse (gegenüber).
Zu Fred Feuerstein:
Am 13. Mai 2026 wäre Fred Feuerstein achtzig Jahre alt geworden. Der weltoffene, reisefreudige Künstler hinterlässt ein umfangreiches, vielgestaltiges Lebenswerk, das in Speyer bis heute sichtbar ist: an Fassaden, in Gassen, Innenräumen und im öffentlichen Raum und besonders in seinem letzten Atelier im Kulturhof Flachsgasse. Dort befinden sich bis heute neben dem unvollendeten Alterswerk auch seine frühen Arbeiten aus den 60er und frühen 70er Jahren, in denen er ökologische Zusammenhänge künstlerisch und damals schon visionär und spielerisch aufgegriffen hat. Wie sehr viele Menschen auf seine sensiblen, teils spielerischen, teils meditativen Werke reagieren, sich nach Ruhe sehnen und sich dauerhaft darin aufhalten möchten, konnte während seiner letzten großen Ausstellung 2021 „InnenReisen – Fred Feuerstein unterwegs“ in der Städtischen Galerie Speyer beobachtet werden. Seine Vision – einen interaktiven Resonanzraum in Speyer zu schaffen, in dem sein Lebenswerk dauerhaft wirken kann – konnte (noch) nicht realisiert werden. Die Ausstellung in der „Maxi 99“ zeigt jedoch einen kleinen Ausschnitt seines Werkes, der für alle Altersgruppen geeignet ist.
Zum Atelier Molemol:
Das Atelier Molemol (pfälzisch: „Male einmal!“) wurde 2015 als besonderes Angebot für künstlerisch begabte Erwachsene mit Behinderung gegründet. Neben der eigenen künstlerischen Arbeit gehören für die Teilnehmenden kunsthistorische Impulse, Museumsbesuche sowie die Teilnahme an Wettbewerben und Ausstellungen zum Programm. Für seine inklusive Arbeit wurde Molemol mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kulturförderpreis der Sparkasse Vorderpfalz (2022), dem Mackpreis für Kunst (2023) und dem Brückenpreis Rheinland Pfalz (2023) sowie der Nominierung für den Deutschen Engagementpreis.