Zum Hauptinhalt springen

„Pictures of Life“ – Ein Konzertabend voller Klangkraft, Emotion und farbintensiver Kunst

Geschrieben am: 8. Juni 2026

Mit einem mitreißenden und atmosphärisch dichten Konzert präsentierte der moderne Chor Da Capo 1854 am Samstag, den 30. Mai, sein Programm „Pictures of Life“ in der Aula des Paul-von-Denis-Schulzentrums. Ab 20 Uhr erlebte das Publikum eine musikalische Reise durch unterschiedlichste Genres – getragen von mehr als 50 Sänger*innen, einer spielfreudigen Band sowie einem außergewöhnlichen visuellen Konzept.

Unter der Gesamtleitung von Fabian Strahl, der seit 2020 den Chor dirigiert und die Idee zum Konzerttitel entwickelte, bot Da Capo 1854 eine beeindruckende stilistische Vielfalt. Das Programm umfasste Gospels, Rockballaden, Pop- und Soulklassiker, Filmmusik aus Disney-Produktionen, ein Medley bekannter James-Bond-Titelmelodien sowie moderne Shantys. Mit Titeln wie „A Million Dreams“, „Only Time“, „Son of a Preacher Man“, „Junge“ und „Don’t Stop Believin’“ traf der Chor den Geschmack eines breiten Publikums.

Auch die Band mit Bernd Camin (Klavier), John Diven (Bass) und Daniel Fleischmann (Schlagzeug) setzte musikalische Akzente. In drei reinen Instrumentalstücken präsentierten die Musiker*innen überraschende Neuinterpretationen der Titel „Sunny“, „Quién será“ und „Viva la Vida“.

Zusammenspiel zwischen Kunst und Musik

Die Kooperation zwischen der Lebenshilfe und Da Capo 1854 entstand durch die Idee des ersten Chorvorsitzenden Hermann Magin. Daraus der Idee entwickelte sich eine bemerkenswerte Zusammenarbeit mit den Künstler*innen der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt. Auf Magins Anfrage hin sagte Dr. Karin Bury, Leiterin des Kreativbereiches der Lebenshilfe, sofort ihre Unterstützung zu. Gemeinsam entstand so ein atmosphärisches virtuelles Bühnenbild, das durch Beamer-Projektionen von Gemälden aus den offenen Malgruppen sowie dem preisgekrönten Atelier Molemol gestaltet wurde.

Die Projektionen waren sorgfältig auf die einzelnen Musikstücke abgestimmt und wurden durch eine fein nuancierte Lichtregie wirkungsvoll ergänzt. Für die als Ehrengäste anwesenden Künstler*innen blieb bis zum Konzertabend geheim, welche ihrer Werke auf der großen Leinwand zu sehen sein würden – ein Moment voller Spannung und Freude.

Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung überreichte Hermann Magin kurz vor Konzertende im Namen des Chors einen Blumenstrauß sowie einen Gutschein für Künstlermaterial an Karin Bury und Jürgen Stahl als Vertreter des Ateliers Molemol. Die Anerkennung für die kreative Arbeit der Künstlergruppe war dabei deutlich spürbar. Für die Künstler*innen wird dieser Abend in besonderer Erinnerung bleiben.

Zwei besonders emotionale Momente prägten darüber hinaus den Konzertabend. Eine Chorsängerin präsentierte mit Gitarrenbegleitung ein selbst komponiertes, sehr persönliches Lied, das ebenfalls von einem passenden Molemol-Kunstwerk begleitet wurde.

Die Zugabe widmete der Chor einer Sängerin, die am Konzerttag unerwartet verstorben war. Zu „Fix You“ von Coldplay schwenkte das Publikum in nahezu völliger Dunkelheit Knicklichter und setzte damit ein bewegendes Zeichen des Gedenkens. Chor und Musiker*innen verließen anschließend schweigend die Bühne – ein stiller und berührender Abschied, der das Publikum tief bewegte.

Bildergalerie